Noriker Landesjungstutenschau 2019

Das Finale der Stutbuchaufnahme. Sonntag, 28. April 2019 in St. Donat/Zollfeldhalle

Die besten drei- und vierjährigen Stuten des Aufnahmejahrganges 2019 wurden bei der 13. Landesjungstutenschau in St. Donat/Zollfeldhalle präsentiert. Die 32 vorgestellten Stuten waren heuer besonders qualitätsvoll. Trotz kaltem und regnerischem Wetter herrschte eine ausgezeichnete Stimmung unter den Züchtern und Besuchern. Bei elf Aufnahmeorten in Kärnten wurden 119 Norikerstuten vorgestellt und 116 in das Stutbuch eingetragen. Begonnen wurde am 6. April in Döbriach und geendet hat sie am Sonntag, dem 28. April mit dem Finale in St. Donat/Zollfeldhalle.
Bei jeder Stutbuchaufnahme werden die Pferde zunächst gemessen (Widerristhöhe, Bandmaß, Brustumfang, Röhrbein) und nationalisiert. Danach beginnt die Musterung am harten Boden zur Überprüfung der Gangkorrektheit und des Fundaments und dann werden sie noch am Vorführdreieck vorgestellt. Vier Stuten erreichten die Bewertungsklasse 1b (ab Wertnote 8,00), 91 Stuten die Bewertungsklasse 2a (Wertnote 7,50 bis 7,95) und 24 Stuten die Bewertungsklasse 2b (Wertnote 7,00 bis 7,45).

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Den Titel Landessiegerstute 2019 holte sich die dreijährige Blauschimmelstute Rabea n. Hofadel Schaunitz XVI a. d. Ritta-Weissensee n. Zollfeld Schaunitz XVII. Züchter und Besitzer ist Andreas Lilg aus Techendorf am Weissensee. Sie wurde mit der Wertnote 8,18 und der Bewertungsklasse 1b beurteilt. Das Stockmaß beträgt 163 cm. Eine äußerst typvolle, mit viel Kaliber und Substanz ausgestattete Jungstute mit gutem Gebäude, korrektem Fundament und einer sehr guten Gangmechanik im Trab.

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Landessiegerin Rabea n. Hofadel Schaunitz XVI a. d. Ritta-Weissensee n. Zollfeld Schaunitz XVII.

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Den zweiten Platz und damit erste Landesreservesiegerin sicherte sich Mondfee-E ebenfalls eine Blauschimmelstute n. Elsass Nero XIV a. d. Marlis n. Krass Diamant XIII. Züchter ist Erhard Burgstaller aus Gmünd und Besitzer Siegfried Wuzella aus Gurk. Beurteilt mit der Wertnote 8,14 und Bewertungsklasse 1b. Das Stockmass beträgt ebenfalls 163 cm. Auch diese Stute zeigt einen sehr guten Rasse- und Geschlechtstyp und bringt für eine dreijährige Stute schon sehr viel Substanz und Kaliber mit. Hervorzuheben ist die gute Gangkorrektheit am harten Boden, der gute Schritt und die sehr gute Gangmechanik im Trab.

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Erste Landesreservesiegerin Mondfee-E n. Elsass Nero XIV a. d. Marlis n. Krass Diamant XIII.

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An die dritte Stelle gereiht und somit als zweite Landesreservesiegerin ausgezeichnet wurde die braune Stute Amina n. Twister Vulkan XVIII a. d. Afra n. Schlern Vulkan XVII. Züchter und Besitzer ist Christian König aus Arnoldstein. Beurteilt mit der Wertnote 8,05 und Bewertungsklasse 1b. Das Stockmass beträgt 163 cm. Eine im Gesamteindruck noch jugendlich erscheinende Stute aus einer sehr guten Mutterlinie gezogen. Auch sie zeigt sich sehr typvoll und harmonisch im Seitenbild. Die gute Gangkorrektheit, der gute Schritt und die gute Trabbewegung haben ihr den verdienten dritten Platz gesichert.

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Zweite Landesreservesiegerin Amina n. Twister Vulkan XVIII a. d. Afra n. Schlern Vulkan XVII.

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Am vierten Platz Dorina n. Holstein Schaunitz XVII a. d. VPr. Dali n. Monarch Nero XV. Züchter: Friedrich Krassnitzer aus Gurk, Besitzer: Dietmar Unterköfler aus Arriach. WR-Höhe 162 cm, WN 8,00/1b.

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Dorina n. Holstein Schaunitz XVII a. d. VPr. Dali n. Monarch Nero XV.

Die weiteren Endringteilnehmer

  • Fane n. Elsass Nero XIV a. d. Felina n. Pass Vulkan XVI (7,95/2a, 162 cm) von Christian Penker aus Eisentratten
  • Legende-Leila n. Zäsar Schaunitz XVI a. d. Leila n. Zweig Schaunitz XIV (7,91/2a, 164 cm) von Albert Nessmann aus Vorderberg
  • Lia n. Test Vulkan XVIII a. d. StPr. Liesl n. Taifun Vulkan XIV (7,86/2a, 162 cm) von Hannelore Steindl aus Fresach
  • Franza-Feffi n. Zäsar Schaunitz XVI a. d. Franzi v. Königssee n. Vasal Vulkan (7,86/2a, 160 cm) von Albert Nessmann aus Vorderberg
  • Luzia G. n. Zlan Schaunitz XVI a. d. Lussi n. Zethos Schaunitz XV (7,86/2a, 161 cm) von Paul Göritzer aus Winklern
  • Lanz-Sindy n. Galileo Diamant XV a. d. Soreia n. Berghall Nero XIV (7,86/2a, 163 cm) von der Besitzgemeinschaft Luser aus Lanz bei Kötschach-Mauthen
  • Rivanna n. Schwarzwald Vulkan XIX a. d. Ronia n. Taurus Vulkan XVI (7,86/2a, 161 cm) von Elisabeth Juri aus Riegersdorf
  • Fanni n. Zlan Schaunitz XVI a. d. VPr. Fiona n. Götz Diamant XIV (7,86/2a, 160 cm) von Christof Remer aus Feldkirchen

Für die Landesjungstutenschau qualifizierten sich auch vier Töchter des Hengstes Zlan Schaunitz XVI. Von links. Die beiden Vollschwestern KNr. 124 Fanni von Christof Remer aus Feldkirchen und KNr. 96 Fenja von Eva Obermoser aus Dellach im Drautal. Züchter dieser beiden Stuten ist Erich Marktl aus Himmelberg. KNr. 107 Fanny von Dr. Johann Burgstaller aus Himmelberg und KNr. 63 Luzia G. von Paul Göritzer aus Winklern im Mölltal.

Richte was du siehst und nicht was du gesehen oder gehört hast!
Die Stutbuchaufnahme ist eine Exterieurbeurteilung nach einem österreichweit festgelegtem Beurteilungssystem. Elf Kriterien, vom Typ des Pferdes bis hin zum Schritt, werden beurteilt und zum Schluss die Wertnote ermittelt. Eine Bewertung von Pferden ist deshalb notwendig, da ohne Beurteilung keine Selektion und in weiterer Folge keine gezielte Anpaarung möglich ist. Die Eintragung der Jungstuten in das Stutbuch ist die Grundlage für den weiteren Einsatz als Zuchtstute. Voraussetzung für diese Eintragung ist die Beurteilung des äußeren Erscheinungsbildes (Exterieur) bei der örtlichen Stutbuchaufnahme. Wir sollen nicht nur Pferde mit einer schönen Farbe züchten, wir brauchen auch einen funktionellen Körperbau, ein korrektes Fundament und einen entsprechenden Rasse- und Geschlechtstyp. Neben einem guten Exterieur spielen die Fruchtbarkeit, die Milchleistung, die Langlebigkeit, der Charakter und das Leistungsvermögen der Pferde eine wichtige Rolle und sollte auch viel mehr Beachtung finden. Das Ziel muss sein, dass sich jeder Züchter neben dem Exterieur vor allem mit der Abstammung auseinandersetzt, die Stuten gezielt anpaart und versucht gute Mutterlinien aufzubauen.

„Pferdezucht ist ein langfristiges Geschehen, Entwicklungen gehen nur in langsamen Schritten vor sich. Sensationen sind kaum zu erwarten“. Ein Spruch, der das Zuchtgeschehen ganz treffend beschreibt und komplett konträr ist zur heutigen schnelllebigen Zeit. Wer Pferdezucht betreibt, braucht Geduld und einen langen Atem. Bei konsequenter Zuchtarbeit stellt sich dann aber auch der Erfolg ein.